MagmaWorld
Geologie

Batholith

"Eine große Masse aus intrusivem Magmatit, die sich aus abgekühltem Magma tief in der Erdkruste bildet."

Ein Batholith ist der „Riese“ der vulkanischen Welt – ein massiver, tief liegender Körper aus intrusivem Magmatit (Tiefengestein), der eine Fläche von mindestens 100 Quadratkilometern bedeckt. Wenn die freiliegende Fläche kleiner ist, spricht man von einem Stock.

Das Wort stammt aus dem Griechischen bathos (Tiefe) und lithos (Stein), was auf seinen Ursprung tief im Inneren der Erdkruste hinweist.

Entstehungsmechanik

Batholithen sind keine einzelnen, monolithischen Gesteinsblöcke. Stattdessen handelt es sich typischerweise um Zusammensetzungen, die aus Hunderten von separaten Magmablasen, sogenannten Plutonen, bestehen, die über Millionen von Jahren aufsteigen und verschmelzen.

  1. Magma-Erzeugung: Intensive Hitze (oft aus Subduktionszonen) schmilzt die untere Kruste oder den oberen Mantel.
  2. Aufstieg: Dieses auftriebsstarke Magma steigt durch die Kruste auf wie eine Lavalampenblase (ein Diapir) oder indem es das darüber liegende Gestein zerbricht und einverleibt (ein Prozess, der als Stoping bezeichnet wird).
  3. Platznahme & Abkühlung: Das Magma bleibt mehrere Kilometer unter der Oberfläche stecken. Da es vom umgebenden Gestein isoliert ist, kühlt es unglaublich langsam ab – ausgeprägte Mineralkristalle wie Quarz, Feldspat und Glimmer haben Tausende von Jahren Zeit zu wachsen, was dem Gestein eine grobkörnige Textur verleiht (z. B. Granit).

Die vulkanische Verbindung

Batholithen sind oft die „Wurzeln“ alter Vulkanketten. Solange die Magmakammer aktiv ist, speist sie Vulkane an der Oberfläche. Wenn der tektonische Motor stoppt, stirbt der Vulkan und erodiert, aber die massive erstarrte Magmakammer bleibt tief im Untergrund als Batholith zurück.

  • Analogie: Wenn ein Vulkan der Schornstein ist, ist der Batholith der massive Hochofen im Keller.

Wirtschaftliche Bedeutung

Batholithen sind Schatzkammern für Bergleute. Während der massive Magmakörper abkühlt, werden heiße, mineralreiche Flüssigkeiten in Risse im umgebenden Gestein gepresst. Diese hydrothermalen Flüssigkeiten lagern wertvolle Metalle ab und bilden Adern aus:

  • Gold (Der kalifornische Goldrausch fand im Sierra-Nevada-Batholith statt)
  • Kupfer
  • Zinn
  • Lithium

Berühmte Landschaften

Da Granit hart und widerstandsfähig gegen Erosion ist, bleiben Batholithen oft als hohe Gipfel erhalten, lange nachdem das weichere Sedimentgestein um sie herum weggewaschen wurde.

  • Sierra Nevada (USA): Ein klassischer Batholith, der durch Hebung und Gletschereosion freigelegt wurde und Ikonen wie El Capitan und Half Dome im Yosemite bildet.
  • Coast Mountains (Kanada): Einer der größten Granitkörper der Welt.
  • Pão de Açúcar (Brasilien): Ein Granitdom in Rio de Janeiro, der Teil eines tief erodierten Batholithen ist.

FAQ

F: Was ist der Unterschied zwischen einem Batholith und einem Lakkolith? A: Ein Batholith ist massiv (>100 km²) und „bodenlos“ (reicht tief in die Kruste). Ein Lakkolith ist kleiner und pilzförmig; er entsteht, wenn Magma zwischen Gesteinsschichten injiziert wird und das darüber liegende Gestein zu einer Kuppel aufwölbt.

F: Kann ein Batholith ausbrechen? A: Nein. Ein Batholith ist das Gestein, das nicht ausgebrochen ist. Wäre es ausgebrochen, wäre es Lava. Ein Batholith ist der erstarrte Überrest der Magmakammer selbst.